Geschichte

Vom Kiliansfest zum Kirschfest

Im Jahre 531, bei der Schlacht an der „Onestrudis“ (Unstrut) mit der Erstürmung der Thüringer Königsburg Scithingi (vermutlich Burgscheidungen) durch den Frankenkönig Chlothar I. und den mit ihm verbündeten Sachsen, kam es zur Zerschlagung des Thüringenreiches und zum Sturz vom Thüringer König Herminafried.

Das Land wurde an die Sieger aufgeteilt und hauptsächlich durch Franken besiedelt. Nun begannen fränkische Priester mit der Verbreitung des Christentums unter den heidnischen Thüringern. So kam es auch zur Gründung einer Klostergemeinde auf dem Kapellenberg. In dieser Zeit, im 6. – 8. Jahrhundert, bauten fränkische Kiliansmönche auf dem Kapellenberg ein dem heiligen Kilian einem iro-schottischen Missionsbischof, geweihtes hölzernes Kirchlein. Zu Ehren des St. Kilian wurde bis in das 19. Jahrhundert das Kiliansfest auf dem Kapellenberg gefeiert. Erst im vorigen Jahrhundert ist aus dem Kiliansfest das Rastenberger Kirschfest geworden.

Die vergessene Tradition wurde mit dem Kirschfest 1964 wiederbelebt und hat sich bis heute zu einem traditionellen, überregionalen Volksfest unserer Region entwickelt.